Schüleraustausch Frankreich

Aus Realschule Gräfenberg

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Auf geht’s nach Frankreich – Schüleraustausch der Klasse 8d

Auch in diesem Jahr wurde wieder den Schülerinnen und Schülern der 8. Klasse, die als 2. Fremdsprache Französisch gewählt haben, angeboten, an dem Schüleraustausch mit Grenoble teilzunehmen. Diesmal waren wir an der Reihe, die Klasse 8d. Im Voraus bekamen wir schon unsere Austauschpartner zugeteilt. Der eine war mehr, der andere weniger begeistert. Die Zeit verging wie im Flug und dann hieß es für uns schon Koffer packen. Da wir eine französische Mädchen-Klasse sind, packten einige ihre 1-2 Trollis. Am nächsten Morgen trafen wir uns mit Frau Fuchs und Herrn Kilgenstein startklar um 7:00 Uhr für unsere bevorstehende Woche vom 11.03.10-18.03.10 in Frankreich. Unser sehr kleiner Bus ließ schon ahnen, dass nur mit Mühe unser ganzes Gepäck verstaut werden konnte. Dann mussten wir schon Abschied nehmen. War so gut wie bei jedem kurz und schmerzlos. Die meisten von uns waren froh, einmal von daheim rauszukommen. Die Busfahrt verlief stimmungsvoll, die 12 Stunden vergingen wie im Flug und wir kamen pünktlich in Grenoble am Collège L´Aigle an. Aufgeregt und voller Vorfreude stiegen wir aus dem Bus und standen unseren noch unbekannten Austauschpartnern, deren Eltern und Frau Yacoub (Deutschlehrerin in Frankreich) gegenüber. Prompt wurden wir schon aufgeteilt und von unseren Gastfamilien in unser neues Heim gebracht. Unserer Meinung nach war der erste Abend der schlimmste von allen, da wir uns erst richtig kennen lernen mussten und kaum etwas verstanden haben.

Freitag 12.03.10

Schule

Die Wiedersehensfreude war bei uns allen riesig und wir hatten jetzt schon so viel zu erzählen. Zuerst ging es in die Innenstadt für ein Stadtspiel. Wir waren dabei natürlich sehr engagiert, trotzdem ließen wir uns eine kurze Shoppingtour nicht entgehen. Nach einem gemeinsamen Mittagessen konnten wir in der nachfolgenden Pause den französischen Schulalltag ein bisschen besser kennen lernen. Natürlich blieb uns auch ein kleiner Smalltalk mit französischen Schülern nicht verwehrt. Dann ging es mit dem Bus weiter in die Chartreuse (Likörfabrik). Dort haben wir eine Führung bekommen und durften einen Film anschauen, war ganz interessant. Leider blieb uns die Kostprobe verwehrt, da wir noch nicht volljährig sind. Das hat dafür der Herr Kilgenstein mit sehr viel Begeisterung für uns übernommen. Danach sind wir wieder pünktlich um 17:00 Uhr an der Schule angekommen. Dort warteten schon unsere Austauschpartner und es hieß wieder ab in die Familie.

Samstag 13.03.10

Blick auf die Bastille

Heute stürmten wir gemeinsam mit unseren Austauschschülern und Lehrern die Bastille (Festungsanlage über Grenoble). Zuerst wurden wir bequem mit der Seilbahn hochkutschiert um einen wunderschönen Ausblick auf die Stadt zu haben. Wir ließen uns bei strahlendem Sonnenschein unser mitgebrachtes Picknick schmecken. Weil wir Gräfenberger Realschüler so sportlich sind, entschieden wir uns die Bastille hinabzusteigen. Nach gefühlten 5 Stunden waren nicht nur wir völlig außer Atem unten angekommen. Natürlich sind wir auch so wissbegierig, dass wir uns in das nächstgelegene Museum stürzten. Danach konnten wir in kleineren Gruppen die Innenstadt unsicher machen. Es war wieder Shoppen angesagt. Der Abend wurde in der Familie verbracht.

Sonntag 14.03.10

Tag in der französischen Austauschfamilie.

Montag 15.03.10

Museum

An diesem Tag gab es zuerst einmal eine ganze Stunde Unterricht. Da wir uns alle für das Land und besonders auch für die Geschichte brennend interessierten, ging es mit dem Bus ab in ein Museum über die Französische Revolution. Wir hatten vor der Führung noch ein wenig Zeit, den wunderschönen Garten zu erforschen, der sich wieder bei strahlenden Sonnenschein als perfektes Fotomotiv erwies. Das Museum war jetzt nicht so der Hammer, dafür amüsierten wir uns umso mehr bei dem anschließenden Mittagessen mit unseren Austauschschülern. Danach sind wir mit unseren Austauschpartnern zum Bowling gegangen. Der eine oder andere entpuppte sich als ein wahrer Bowling-Profi. Insgesamt hatten wir alle richtig viel Spaß und es ging gut gelaunt zurück zur Schule, wo uns die Eltern der Austauschpartner mit dem sogenannten „Freundschaftspot“ empfingen. Während wir gemütlich miteinander plauderten, haben wir uns die mitgebrachten Kleinigkeiten schmecken lassen. Der Abend wurde wieder in den Austauschfamilienverbracht.

Dienstag 16.03.10

Annecy

Heute ging es schon in aller Früh ab mit dem Bus zu der bekannten Stadt Annecy. In der zweistündigen Fahrt vertrieben wir uns die Zeit mit Smalltalk, Fotos machen und Essen. Ist ja typisch für uns Deutsche, dass wir ständig Hunger haben. Endlich sind wir angekommen und konnten die Stadt mit dem glasklaren See bewundern. Als Erstes war ein gemeinsamer Stadtrundgang angesagt. Danach konnten wir uns unsere Zeit in kleineren Gruppen vertreiben. Das heißt bei uns natürlich wieder Essenszeit. Neben unseren mitgebrachten Lunchpaketen ließen wir uns noch typische Spezialitäten , wie z.B. Crêpes, schmecken. Danach stürmten wir noch den einen oder anderen Laden um Souvenirs für unsere daheimgebliebenen Familien zu kaufen. Als nächstes war eine Besichtigung der Schlucht „ Les Gorges du Fier“ an der Reihe. Mit sehr viel Begeisterung überquerten wir den Fier . Am Abend sind wir völlig erschöpft aber glücklich und mit einigen Kröten weniger im Geldbeutel zu unseren Familien zurück gekehrt.

Mittwoch 17.03.10

Zuerst mussten wir für drei Stunden die Schulbank drücken. Diesmal in französischen Klassen. Obwohl wir nicht so viel verstanden haben, hörten wir selbstverständlich aufmerksam und interessiert dem Lehrer bzw. der Lehrerin zu. Dabei ist uns klar geworden, dass wir es in Deutschland richtig gut haben. Denn bei uns wird der Unterricht eindeutig viel lockerer geführt und wir müssen nicht jeden Tag (außer Mittwoch) bis 5 Uhr in der Schule bleiben. Den letzten Nachmittag konnten wir mit unseren Austauschpartnern verbringen. Am Abend war es schon Zeit, dem einen oder anderen „Auf Wiedersehen“ zu sagen.

Donnerstag 18.03.10

Jetzt hieß es für uns „Tschüs Frankreich“. Wir nahmen Abschied von unseren Austauschpartnern und deren Familien, die uns in der gemeinsamen, aber leider sehr kurzen Zeit schon ans Herz gewachsen sind.

Unser Fazit:

Im Großen und Ganzen war es eine tolle Woche, aus der wir gute, nur wenig schlechte Erfahrungen mitnehmen. Wir haben bei unseren zahlreichen Ausflügen sehr viel erlebt und konnten durch die gemeinsame Zeit und durch die gemeinsamen Gespräche unser Französisch (besonders die Aussprache) verbessern. War aber manchmal auch sehr anstrengend. Die meisten Austauschschüler und deren Familien waren richtig nett, so dass wir uns fast alle gut verstanden haben. Das Ganze wäre natürlich ohne das Engagement von Frau Fuchs und Herrn Kilgenstein nicht möglich gewesen. Im Namen der ganzen Französisch-Klasse möchten wir uns recht herzlich bei ihnen bedanken. Wir möchten natürlich auch bei unserem tollen Busfahrer, dem Michel, bedanken. Diese Woche wird uns bestimmt noch lange im Gedächtnis bleiben und wir hoffen, dass es in den nächsten Jahren noch mehreren Klassen ermöglicht wird, den Austausch mitzuerleben.


Austauschschüler

Von Sabrina Messer und Michaela Spörl

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